Hier endet der Blog

Alles hat einmal ein Ende, auch dieser Blog. Ein paar Tage war er abgeschaltet, der Blog, weil meine Anonymität verletzt war. Ich entschloss mich, ihn vorerst wieder zugänglich zu machen. Einige Leser bedauerten diese Entscheidung, da sie interessante und hilfreiche Erkenntnisse aus meinen Beiträgen gewannen. Mein Interesse mit dem Eröffnen und Schreiben des Blogs war auch, anderen Betroffenen eine kleine Hilfestellung durch das Niederschreiben meiner Erfahrungen zu geben. Ich hoffe, es geht nun wieder.

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@sweetkoffie

Männerdenke, ob es das ist, weiss ich nicht. Rollenspezifische Verhaltensweise passt besser, Männer sind auf eine bestimmte Weise sozialisiert, mit allen Vor- und Nachteilen. Männer werden oder wurden zielorientiert erzogen, vermeintliche Tugenden, wie Kraft, Mut, Ausdauer und Angstfreiheit stehen und standen ganz oben. Zu kurz kommen dabei unbedingt Tugenden, die eher Frauen zugeschrieben werden. Emotionalität und Bauchgefühl liegen Männern nicht so gut, weil sie zwar ihren Kopf einsetzen, aber nicht gelernt haben, auf ihren Bauch zu hören, schlimmer, meldet sich der Bauch, das Gefühl, das innere Kind, verleugnen sie all das, was sie auch ausmacht und sind nicht mehr authentisch.
Ich kann zumindest von mir sagen, als die Affäre publik war, zog ich mich ganz schnell zurück, nur noch der Kopf war an, nicht mehr der Bauch oder das Herz, die Gefühle konnte ich anfangs recht schnell abstellen, abspalten, so ich wie es immer gemacht habe, in unangenehmen Situationen die unschönen Dinge einfach abstellen, ausblenden. Ja, so oder so ähnlich könnte es laufen in diesen Situationen. Frauen sind da anders, sie hören mehr auf ihr Gefühl, sind ganzheitlicher in Gefühl und Verstand, authentischer, aber eben auch anfälliger in ihrer Ganzheit, haben sie ihr Herz verloren, dann aber auch wirklich, sie wissen, was sie fühlen, Männern oder mir, würde ich da eher Ambivalenz anhaften, nicht aus Boshaftigkeit, aber eben erziehungsbedingt. Von Männern wird erwartet, Entscheidungen zu treffen, wie sollen sie das, wenn sich nicht trauen, auf ihre Intuition zu hören? Verliebt sich eine Frau, dann mit Haut und Haaren, Männer denken erst nach… und sind unfähig für Entscheidungen diesbezüglich, so gehts mir zumindest. Für alle Männer will ich ja nun nicht sprechen. Gibt es andere?
Ich erhebe keinesfalls den Anspruch, die Welt mit diesen wenigen Worten zu erklären, aber als kleiner Punkt liege ich vielleicht nicht ganz falsch.

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Auf ein paar Worte

Vor einigen Tagen sprach mit jemandem aus der „Bloggerszene“ zur Frage, wie und ob dieser Blog weitergeführt wird bwz. warum ich ihn einstellte, ob und was es brachte, was sich veränderte. Der Ausstieg war leichter, als befürchtet, ich fühlte mich freier, weil ich nicht ständig an meine Affäre denken musste, kann sie zunehmend hinter mir lassen und sie in meinen Vitrinenschrank stellen, um sie gelegentlich und wohlwollend anzuschauen.

Mir wurde gesagt, meine Beiträge hätten sich in den letzten Ausgaben vielfach im Kreis gedreht, was stimmte, weil es in der ursächlichen Geschichte keine Neuigkeiten mehr zu berichten gab. Selber merkte ich dies auch, nur aufgeben mochte ich das Bloggen nicht, weil es auf wundersame Weise schön war, sich gut anfühlte und auch irgendwie zu einem Selbstzweck geworden war. Ich schrieb und schrieb, dabei spürte ich zunehmend Unbehagen, wegen der Schleifendreherei. Dann erzählte ich U. von diesem Blog, den sie zwar nicht suchte und wohl auch nicht gelesen hat, mir gab es ausschlaggebenden Kick, doch Schluss zu machen.

Nur seitdem fehlt mir etwas, ein Medium, zum mich ausdrücken, zum Wiedergeben von Gedanken, Eindrücken und Beobachtungen, ohne weiterhin an dieser Geschichte drehen zu müssen und mich in Gefahr zu begeben, nicht mehr authentisch zu sein. Deshalb denke ich an ein neues Projekt, einen neuen Blog mit Fotos und Text. Mal sehen, was draus wird. Einen Titel suche ich noch.

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@abendvogel

Der Kommentar von abendvogel lässt mich meine Entscheidung, hier nicht mehr zu schreiben, unterbrechen. Er wirft sehr viele Fragen auf, die mir in der Zwischenzeit durch den Kopf gegangen sind.

Einerseits die unerfüllte Sehnsucht, die einen antreibt, die einen in bestimmte Situationen bringt, weitab jeglicher Vernunft, wohlwissend sich damit in Problemlagen zu bringen, gleichwohl in dem Bewusstsein, einerseits unerfüllt zu sein, weil damit vollständig ausgefüllt und darin die Ahnung von Glück zu verspüren, dies fühlen zu dürfen. Eingespannt in ein anderes Leben, das einem nicht den Raum ließe, so tief in sich hineinzuhorchen, lässt nicht den Raum für dieses Spannungsverhältnis, ist aber auf andere Weise doch sehr leer. Die unbespielte, bunte Wiese zu sehen ist doch besser, als ständig auf eine graue Wand zu sehen. Auch wenn der Schmerz des Dürstens dann nicht spürbar ist.

Im Umkehrschluss bedeutet die Sehnsucht nicht, sie zu erfüllen, sondern sie auszukosten. Erfüllt werden kann sie nie. Möglicheweise aber doch, vielleicht finde ich jemanden, der mich versteht, ohne diese Ansprüche zu stellen und einfach mit mir Blumen pflücken geht.

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Frühlingsbilder

Mayarosa bat um Frühlingsbilder, die ich mit meiner neuen Kamera aufgenommen habe. Gern stelle ich hier drei Fotos ein, auch wenn der Frühling hier noch sehr zögerlich Einzug gehalten hat. Die teilweise kräftigen und prachtvollen Farben sind schon zu erkennen, die Kraft der Natur wird sehr deutlich.

Wie dieser Busch in meinem Garten heisst, weiss ich mal wieder nicht, denke aber an eine Kirschart, aber er duftet schon jetzt sehr intensiv.

Natürlich, eine Magnolienblüte, schon voll im Saft, wie man sieht.

Der ganze Magnolienbaum, noch recht zurückhaltend in seiner Blütenpracht, nur ein kleiner Ausreisser ;-)

Und nochmal die Magnolie, die als einziger Baum seine Triebe zur Schau stellt:

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Das versprochene Foto reiche ich nach

Ein Versprechen reiche ich nach, ein Foto mit der neuen Kamera. Der Frühling lässt auf sich warten, dennoch finde ich im Garten lohnenswerte Motive, wie diese Winterblume.

Im Herbst übriggeblieben und recht hübsch anzuschauen, auch nach ein wenig Überarbeitung, bietet sie ein hübsches Motiv. Den Namen kenne ich leider nicht. Kennt jemand den Namen?

Nachtrag:
Dank Rosalie weiss ich, im Garten steht eine Fette Henne. Diese Fette Winterhenne gereicht nun als Symbol für den Abschied hier, verblüht, dennoch mit einer interessanten Farbe und einer sehr differenzierten Struktur, wartet sie schon tief in ihren Wurzeln auf einen kraftvollen, farbenfrohen neuen Austrieb.

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Servus, Adieu, Auf Wiedersehen

Ich sage dem Blog hier leise Servus, weil ich meinen Rückzug aus diesem Blog ankündige. Leicht fällt es mir nicht, war der Blog doch ein Medium, mich auszudrücken, trotz der Öffentlichkeit doch in einem geschützten Raum. Ich schrieb, wie mir der Schnabel gewachsen war und schuf ein für mich einzigartiges Werk von Tagebucheinträgen meiner Befindlichkeit, für das hoffentlich andere Leserinnen und Leser Verwendung finden konnten, weil sie sich in ähnlicher befinden oder befunden haben.

Mir selbst ging es in der „heissen“ Phase meiner Affäre alles andere als gut, einerseits natürlich schon, aber andererseits war ich ein Getriebener meiner Gefühle und meiner Sozialisation. Fremdgehen, das macht man nicht, wird einem doch in die Wiege gelegt, will ich mal sagen. Auch wenn sich die Zeiten geändert haben, gerade auch in den Medien, wirklich hausieren geht damit doch niemand. Somit kam ich mir oft wie ein Verbrecher vor, der einerseits seine Gefühle leben wollte, anderseits durch die Konventionen eingeengt war.

Heute sehe ich das alles ein wenig anders, auch wenn ich mich keinen Illusionen hingebe, diese Konventionen sind nicht raus, werden es wohl auch nie sein. Aber darum geht es auch nicht, weil ich kein notorischer Fremdgänger bin.

Vielmehr stellt sich die Frage, wie ich reagiere, sollte ich mich in eine andere Frau verlieben. Zöge ich rechtzeitig die nötigen Schlüsse, ohne mich zu verstecken? Ganz sicher bin ich mir nicht, nur ein solches Versteckspiel mit allen Selbstkasteiungen muss ich nicht wieder haben. Schön wäre, die Veränderungen, die sich zwischen U. und mir eingestellt haben, sind nachhaltig und führen zu einem anderen Miteinander. Das ist mein Wunsch, ob der zu optimistisch ist, wird sich zeigen.

Kontinuierlich weiterschreiben, in der bisherigen Form geht das nicht mehr. Viele meiner Themen drehen sich im Kreis, einiges wiederholt sich und ich setze mich gewissermaßen selbst unter Druck, will ich hier ständig Neues schreiben.

Die Sätze fallen mir nicht leicht, sind aber notwendig. Bis dann irgendwann. Schließen werde ich den Blog nicht, gelegentlich etwas hineinschreiben, aber nicht regelmäßig.

Ausdrücklich bedanken möche ich mich für die mitfühlenden und engagierten Kommentare.

Ich wünsche allen ein schönes Frühjahr, auf das es bald beginnen möge.

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Das versprochene Foto reiche ich nach

Mein Leben ist ein Auf und Ab. Mal gehts gut, mal nicht so, kennt Ihr das oder gehts nur mir so? Scheinbar muss ich mal solche und dann wieder diese Tage haben. Oft im Wechsel.

Dann frage ich mich, ob ich nun glücklich bin oder unglücklich. Schreibe ich hier, geht klar die Tendenz nach unten. Meistens schreibe und beschreibe ich negative Stimmung, Traurigkeit und solche Dinge. Stimmt nicht wirklich, richtig schlecht gehts mir doch nicht wirklich im eigentlich Sinne.

Was ist es dann? Mehr ein Quaken über die Folgen meiner Bequemlichkeiten, für mehr Freude zu sorgen.

Noch ein Aspekt ist das Nichtzugebenkönnen von angenehmen Momenten. Wer darf schon von sich sagen, mir geht es gut? Eine ganz üble Angewohnheit. Muss ich unbedingt ändern.

Eine weitere Quelle steten Unvermögens, das Leben zu genießen ist die Unfähigkeit oder der Unwille, gute Momente oder Stimmungen oder Gefühle anzunehmen. Eine sehr gute Freundin weiss ein Lied davon zu singen. Ich stoße sie gern und stets und ständig zurück, glücklicherweise lässt sie nicht ab. Selbst dies ist mir schon mal verdächtig, weil sie könnte etwas im Schilde führen. Ändere das unbedingt, autumn, dir gehts doch viel besser, nicht hinter jeder lieben Bemerkung irgendwelche emotionalen Fallen zu befürchten.

Loslassen, diese Dinge, die mich schon mal durch die Hölle gehen lassen.

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Falsches Lebensmotto – richtiges Lebensmotto

Mein Lebensmotto scheint „darfst du nicht“ zu sein. Gerade kam mir dieser Einfall, spontan, aus der Tiefe meiner Seele heraus, so als tief angelegtes Gelübde, das da ist, ohne es zu merken. Offenbar öffnete sich kurzzeitig ein Fenster, das den Blick freigab.

Warum darf ich nicht? Weil ich es so erlernt habe.

Ist es richtig? Oder kann ich auch sagen, ich darf?

Ja, so kann ich das sagen.

Es handelt sich also um eine Falschannahme, die es gilt, umzudrehen oder besser umzukehren.

Ich darf.

Schwer bleibt es trotzdem, weil eine innere Stimme ständig das Gegenteil verkündet.

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RAW-Dateien

Die neue Kamera erschließt mir neue Welten. Bevor ich zum Fotografieren komme, beschäftige ich mich mit der Entwicklung von RAW-Dateien, die der Apparat erzeugen kann. Eine wundersame Welt, die mich nicht nach draußen, wo es eh schlechtes Wetter ist, sondern am Schreibtisch, am PC sitzen lässt, um das zu erarbeiten, was der Fotoapparat kann, sobald ich Fotos machen kann.

Komplizierte Vorarbeit, die sich hoffentlich auszahlt.

Aber ich beschäftige mich damit, dringe ein in eine neue Welt. Bestimmt hilft mir das Wissen, „mein“ Foto zu machen und mich daran zu erfreuen.

Die Technik muss mir geläufig werden. Ohne darüber nachdenken zu müssen, sie anzuwenden, für den Moment, übergehen lassen in Fleisch und Blut.

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