Der Familienmensch und der Mensch, der das abwechselungsreiche Leben sucht. Keines der Leben ist mit absoluter Sicherheit in Zufriedenheit zu leben.
Seit mehreren Jahren probiere ich den Ausbruch, ein anderes Leben zu führen, mich auszuprobieren. Stück für Stück erarbeitete ich mir sehr hart Autonomie, immer gegen meine innere Moral anzukämpfen. Familie und Existenz hinderten mich, weiterzugehen, dachte ich, mehr darf ich nicht. Bis ich im letzten Jahr M. kennenlernte.
Im Grunde betrog ich meine Frau schon sehr viel länger in Absichten und Träumen. Ich traute mich nie, das Leben zu leben, von dem ich träumte. Genauso wenig komme ich gegen diese Bestimmung an, nichts geht richtig. Es ging vor 10 Jahren besser als jetzt. Zerissenheit machte sich breit.
Man kommt nie an gegen die Realität, weil sie die Wirklichkeit ist.
Träume zu haben gehört dazu zum realen Leben, es
macht es *spritziger*…doch in ihnen zu leben funktioniert
nicht auf Dauer….
LG; Rachel – sonnige Ostern für dich…
Lieber Autumn,
den Text schrieb ich einmal für mich und C. Das würde vielleicht für Dich und Deine Sehnsüchte auch passen:
“Ein Schiff…
Damit es problemlos fährt, und Energie erzeugt, für Wärme und warmes Wasser, usw. braucht Treibstoff.
Wenn die Treibstofftanks nicht gefüllt werden, kann das Schiff nicht mehr das alles leisten, was es sollte…und bleibt stehen…bis die Tanks wieder gefüllt werden.
Wir beide haben „leere Tanks“.
Wir haben unerfüllte Bedürfnisse, unter Anderen die sexuellen. Hier spreche ich hauptsächlich für mich. Ich habe Dir erzählt, dass ich bisher praktisch nur einen Mann gekannt habe…bis Du in mein Leben eingetreten bist. Und was ich mit Dir erlebe sind manchmal Dinge, die mir völlig unbekannt waren…aber wunderbare Dinge.
Aus diesem Grund haben wir so „stürmische“ (wie Du immer sagst) Zeiten, wenn wir zusammen sind…noch…
Jedoch lieber C., bekomme ich von Dir nicht nur für diesen Bereich neue Energien und ich brauche nicht immer einen guten Liebhaber (Du bist nicht nur gut…)…Allein Deine Gegenwart füllt meine leeren Tanks mit Wärme, Zuneigung, Höflichkeit, Aufmerksamkeit, Freude, Optimismus, und unendlich anderer positiver Dinge…Du musst deshalb nicht der „Sexual-Athlet“ oder wie Du schreibst, für unser Treffen immer in „bester Verfassung“ sein – falls Du dies denkt oder dies von Dir erwartest.
Ich möchte die Zeit mit Dir und Dich so genießen völlig frei von jeglichen Erwartungen und Vorstellungen von „Perfektion“…ich wünsche mir nichts mehr als eine ganz normale Zeit mit Dir zu verbringen, auch wenn Du müde oder keine Lust für nichts hast, auch wenn Du schlecht gelaunt bist oder traurig – eine stinknormale Zeit mit einem Mensch, der menschlich ist und daher nicht vollkommen, der Fehler macht und nicht perfekt ist. In der Zeit möchte ich nur dass wir beide frei sein können und genau das sein können und dürfen – wie wir wirklich sind – ohne uns keinen Schritt verstellen zu müssen.
Das ist mein Anstreben einer Beziehung, die 2 Menschen die sich so sehr identifizieren wie wir beide, glücklich machen und Erfüllung bringen kann.
Ich wünsche uns, dass unsere Schiffe irgendwann repariert sind, dass die Tanks wieder voll sind und sie alle Ozeane uneingeschränkt fahren können…Für Dich in aller Liebe…G. 21.11.2010″