Froh über den Begriff “Erschöpft”

Der Zustand ist nicht schön, einen Begriff, ein Wort dafür zu haben, erleichtert mich jedoch zusehends. Das Adjektiv beschreibt meinen Zustand sehr treffend, auch meine Beziehung zu U.

Ich redete drumherum, gestern in der Beratungsstunde, kam nicht auf diesen Punkt. Bis der Therapeut es auf “den” Punkt brachte. Es machte richtig “knack” im Kopf. Doof nur, dass ich nicht selbst drauf kam, deshalb sind wir aber wohl dort.

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7 Antworten zu Froh über den Begriff “Erschöpft”

  1. Ellen Hoffmann schreibt:

    Du mußt nicht von selbst auf diese Dinge kommen, Du darfst ruhig den Therapeut seine Arbeit machen lassen! :-)
    Habe gestern Dein Blog hier entdeckt und finde sehr interessant, was Du schreibst. Ich habe viele Jahre Therapie hinter mir, zeitweise mit meinem Mann zusammen. Es hat mir so viel gegeben!
    Ich wünsche Dir ganz viel Mut, Dich in der Therapie zu öffnen.
    Liebe Grüße
    Ellen

    • autumn schreibt:

      Liebe Ellen,
      ich begrüße dich hier und freue mich, dass du dich über einen Kommentar meldest.
      Sicherlich stimmt es, der Therapeut soll meine Worte aufgreifen und sie extrahieren.
      Mittlerweile sind für mich auch schon einige Jahre vergangen in einer Therapie. Vielleicht schreibe ich am besten mal darüber. Diese Ehetherapie ist das erste Mal, in dem meine Frau und ich ernsthaft reden. Nach drei Kindern und sovielen Jahren des Nebeneinanders ist es schwer, eine gemeinsame Basis wiederzufinden.
      Diese Ehetherapie ist anders, als meine Analyse, weil ich nicht die Hauptperson bin, die Arbeit gestaltet sich schon sehr anders. Ich bin gespannt, den Mut zu öffnen, habe ich, auch wenn es mir tatsächlich nicht im ersten Anlauf genau gelingt, mich auszudrücken. Zu oft nehme ich zu viel Rücksicht und achte nicht darauf, was ich will, auch wenn das für meine Frau vermeintlich nicht leicht ist. Aber, es geht voran.
      Schau’ mal wieder rein und schreibe mir.
      Lieben Gruß
      autumn

  2. Ellen Hoffmann schreibt:

    Du schreibst “weil du nicht die Hauptperson bist”. Das erinnert mich an meine bzw. unsere Therapie. Als ich allein zum Therapeuten ging, war das “meins”. Und “meine Welt”. Auch “mein Therapeut”. Dann ging mein Mann noch mit mir gemeinsam ein Jahr lang zu diesem Therapeuten. Das hatte Vor- und auch Nachteile. Der Therapeut kannte mich natürlich sehr gut und konnte von dem her gut “führen”. Sagt man das so, ich weiß es nicht. ABER ich war zeitweise eifersüchtig, diese “meine Welt”, auch “ihn” (den Therapeuten) nun mit meinem Mann teilen zu müssen. Bescheuert, aber wahr …
    Liebe Grüße
    Ellen

    • autumn schreibt:

      Bescheuert sicherlich nicht, deine Worte treffen es, mir kam es sogar so vor, als wenn der Therapeut sich U. gegenüber freundlicher und lockerer verhielt, als mir gegenüber. Da zeigt sich auch bei mir eine gewisse Eifersucht. Natürlich entsteht aus der Wahrnehmung ein Vergleich, völlig normal und menschlich, solange ich damit einigermaßen vernünftig umgehen kann. Du hast aber recht, das Erkennen dieser “niederen” Empfinden erschrickt einen.
      Liebe Grüße
      autumn

  3. Ellen Hoffmann schreibt:

    Lieber autumn,
    ich denke, der Therapeut macht sowas auch mit Absicht. Der will/wollte ja gewisse Gefühle und Reaktionen in uns auslösen, damit was in Bewegung kommt. ;-)
    Liebe Grüße
    Ellen

    • autumn schreibt:

      Liebe Ellen,
      damit liegst du sicherlich richtig, vorallem, beruhigend, weil ich ihm ja die Worte in den Mund gelegt habe. Ich finde auch, er leistet gute Arbeit.
      Gab es bei dir spürbare Entwicklungen, die die Therapie auslöste?
      Lieben Gruß
      autumn

  4. Ellen Hoffmann schreibt:

    Lieber autumn,
    bei mir war alles ein bißchen “anders”, die Therapie wurde ursprünglich als Familientherapie begonnen, inklusive der Söhne. Dann ging ich viele Jahre immer wieder allein, weil die Lebensumstände mir immer wieder zu schaffen machten (z. B. Lärmbelästigung und jahrelange Schlafprobleme dadurch). Irgendwann war dann so ziemlich alles aufgearbeitet und “beseitigt”, da ging ich dann noch mit meinem Mann ein Jahr lang, damit er lernen sollte, mich besser zu verstehen, was da alles in mir gewesen war (Todessehnsucht und warum usw.). Von dem her hat es viel gebracht. Aber der Alltag mit seinen Sorgen und vier Kindern nimmt uns auch heute die Luft zum Atmen und zu mehr …
    Liebe Grüße
    Ellen

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