Hier endet der Blog

Alles hat einmal ein Ende, auch dieser Blog. Ein paar Tage war er abgeschaltet, der Blog, weil meine Anonymität verletzt war. Ich entschloss mich, ihn vorerst wieder zugänglich zu machen. Einige Leser bedauerten diese Entscheidung, da sie interessante und hilfreiche Erkenntnisse aus meinen Beiträgen gewannen. Mein Interesse mit dem Eröffnen und Schreiben des Blogs war auch, anderen Betroffenen eine kleine Hilfestellung durch das Niederschreiben meiner Erfahrungen zu geben. Ich hoffe, es geht nun wieder.

Dieser Beitrag wurde unter Beziehung, Gedanken, Seitensprung, Selbsterkenntnis, Sex, Tagebuch, verbunden mit sich abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

15 Antworten zu Hier endet der Blog

  1. Rosalie schreibt:

    Danke, dass Du den Blog wieder zugänglich gemacht hast! Er wird sicher vielen Betroffenen (insbesondere auch Männern) auch in Zukunft noch wertvolle Inputs und Erkenntnisse liefern! LG Rosalie

  2. autumn schreibt:

    Ich hoffe, dafür schrieb ich meine Geschichte auch auf. Danke für deine ermunternden Worte.

  3. Leoni77Leoni schreibt:

    Autumn, vielleicht erinnerst Du Dich an mich? Ich fing auch irgendwann ein Blog über meine Affäre, die zu Ende gegangen ist, sehr turbulent und ich war im März 2011 sehr sehr verletzt und verzweifelt. Der Blog schaltete ich auch damals kurz danach ab, weil ich einfach Abstand zu allem nehmen wollte. Heute habe ich sehr viel an Dich gedacht und wieder deinen Blog gesucht. Schön das er noch bzw. wieder hier ist. Mir geht es inzwischen besser. Bin mittlerweiler wieder mit meinem Mann zusammen. Eines schaffe ich aber nicht: den Man zu vergessen, mit wem ich diese Affäre, eine Liebesgeschichte gelebt habe. Und ich weiss es nicht, wie es weiter gehen soll. Ich habe so ein Bedürfnis, ihm zu schreiben, aber, ich möchte meinen Mann nicht wieder betrügen…ob schon allein das an den anderen zu denken, kein Betrug ist? Bitte, schreib mir etwas. Leoni.

    • autumn schreibt:

      Deine Frage ist nicht leicht zu beantworten, liebe Leonie. Die Maßstäbe liegen bei den Menschen sehr unterschiedlich. Bei dir reicht der Gedanke schon, um dich schlecht zu fühlen. Dir da einen Rat zu geben, ist sehr schwierig. Kannst du mit deinem Mann reden? Liebst du ihn, willst du bei ihm bleiben, schaffst du es, dich zu trennen? Was ist mit dem anderen? Ist er deine große Liebe oder nur so interessant, weil du ihn nicht bekommen kannst?
      autumn

      • Leoni77 schreibt:

        Alle diese Fragen stelle ich mir jedentag…Nach 18 Jahren Ehe ist es nicht einfach zu sagen: ich liebe ihn nicht. Aber, das zu sagen, dass ich mit dem fühle, was ich mit dem anderen gefühlt habe, das kann ich mit Sicherheit nicht. Natürlich war es eine Leidenschaft. Vieles physisch aber viel viel auch seelisch hat uns beide gebunden, und stark. Zumindest ich kann das ganze nicht vergessen und denke sehr sehr oft an den Geliebten. Er hat sich aber (wie Du) komplett zurück gezogen, sobald das ganze öffentlich wurde und keine Affäre oder Geheimnis mehr war. Seine Frau war schon vorbelastet (da ich seine 2. (?) geliebte war) und er behauptete er musste bei ihr bleiben, wegen Suizid gefahr und anderes…ein bla bla bla. 2 Woche bevor das ganze zu Ende ging sagte er mir: er möchte meine Liebe haben, kann sich aber von sein früheres Leben nicht trennen…ich verstehe sogar, weil dies vielleicht auch der Grund ist, warum ich wieder mit meinem Mann zusammen bin. Aber das möchte ich nicht. Ich möchte ihn wieder lieben, er,der bei mir stand, der mir vergeben hat, und so weiter… aber, Gefühle
        kann man halt schlecht kontrollieren, und ich denke immer noch an den anderen. Es hat sich vieles geändert. Ich akzeptiere, dass ich ihn nie haben werde. Was er mir aber gegeben hat, von Gefühl, Liebe, Zuneigung, usw. hat mir keine gegeben. Die Nähe, die sich zwischen uns entwickelt hat, war einfach wunderschön. Wir haben uns sehr wohl gefühlt miteinander. Nicht nur ich, er auch. Wir waren 8 Monate intensiv zusammen. Ich verlies meinen Mann, weil ich diese große Liebe frei leben wollte. Irgendwann sagte er mir auch: er wird einen weg suchen, für immer mit mir zu sein. Es waren so viele Versprechungen. Ich habe gespürt, dass er mich genau so geliebt hat wie ich ihn. Er sagte aber zum schluss, ich hätte ihn nicht verstanden. Ich habe mich geliebt gefühlt, wie ich mich noch nie gefühlt habe. Deshalb vermisse ihn so sehr. Aber, andererseits hat keine mich so im Stich gelassen wie er gemacht hat. Es ist alles noch zu frisch vielleicht. Aber gut geht es mir nicht. Danke, dass Du Zeit für mich genommen hast. Liebe Grüße. Leoni

        • autumn schreibt:

          Ich finde alle Standpunkte sehr gut nachvollziehbar dargestellt, schön, schmerzhaft, aber so schlecht aufzulösen. M. habe ich nun nicht mehr gesehen, ich denke an sie, nicht ständig, aber beständig, ich habe keine Sehnsucht nach ihr, die mich quält. Sie bekam einen guten Platz in meinem Herz, ich möchte sie nicht missen, aber für die Gegenwart und die Zukunft quält mich die Entbehrung nach ihr nicht mehr. Für mich ist diese Entwicklung sehr gut, weil ich mit M., mit mir und all dem Frieden geschlossen habe. Gedauert hat es allemal. Für dich wünsche ich dir eine ähnliche Entwicklung. Sollte sie sich nicht einstellen, ist da etwas, was gelebt und aufgelöst werden will.
          Deine Lebensaufgabe ist es, dies herauszufinden.
          Liebe Grüße
          autumn

          • Leoni77 schreibt:

            Guten morgen Autumn. Ich denke sehr viel an Deine Worte. Srorry für meine Schreibfehler, Deutsch ist aber nicht meine Muttersprache. Momentan befinde ich mich auch in einem fernen Land, als Versuch, das ganze zu verarbeiten und endlich hinter mir zu lassen, zumindest, den Zustand zu erreichen, den Du beschrieben hast: “C. habe ich nun nicht mehr gesehen, ich denke an ihn, nicht ständig, aber beständig, ich habe keine Sehnsucht nach ihm, die mich quält. Er bekam einen guten Platz in meinem Herz, ich möchte ihn nicht missen, aber für die Gegenwart und die Zukunft quält mich die Entbehrung nach ihm nicht mehr” …diese Deine Worte möchte ich meine machen. Ich denke schon, dass ich mich bereits auf diesen Weg befinde. Was ich aber manchmal vermute ist, dass ich nicht vergessen oder “aufgeben” “möchte” – weil manche Dinge, die ich mit C. erlebt habe, so wunderbar waren, dass ich einfach Angst habe, solche Erlebnisse niemals zu haben, da dafür, diese grenzenlose Leidenschaft, die wir gelebt haben, nötig ist – und das glaube ich, passiert nicht immer. Immer noch bin ich der Meinung, dass ich und C. “Seelenpartner” sind und nur deshalb war das ganze so wunderbar und so stark. Manchmal möchte ich daran glauben, dass er auch noch an mich denkt. Ich weiss es aber nicht. Aber, wenn ich Deine Texte und Aussagen über Deine Gefühle für M. lese und die Ähnlichkeiten mit meiner Geschichte erkenne, bin ich überzeugt, dass er noch an mich denkt. Jedoch auch anders, wie Du mir auch gewünscht hast. Ich freue mich, Dich kennengelernt zu haben. Manchmal habe ich das Gefühl, dass was ich hier schreibe, ich alles lieber mit C. besprechen würde. Daher ist es vielleicht besser, dass ich mich langsam von Dir und Deinen Blog auch verabschiede, bevor die Erinnerungen mich wieder zu quälen anfangen. Danke Dir und ein schönes Wochenende. LG. Leoni

  4. Michael Molli schreibt:

    Hallo, ich habe diesen Blog per Zufall gefunden und die letzten Einträge durchgelesen. Es scheint eine emotionale Achterbahn für den Autor gegeben zu haben. Machmal hatte ich den Eindruck, daß der Verfasser unsicher war, ob der Kopf oder der Bauch die “besseren” Entscheidungen für schwierige Situationen treffen kann.

    Aus diesem speziellen Grund möchte ich “autumn” und alle anderen, die sich angesprochen fühlen die folgenden Videoclips bzw Podcast von Robert Betz ans “Herz” legen:

    Robert Betz – Willkommen Fülle

    Robert Betz – Lust auf Liebe

    Robert Betz – Das Ende der Konkurrenz

    Robert Betz – Das Herz führt immer zum Erfolg

    Robert Betz – Fürchtet euch nicht

    Robert Betz – Leben, statt gelebt werden

    Robert Betz – Wahre Liebe lässt frei

    Ich wünsche viel Freude beim Zuhören.

  5. schneiderin schreibt:

    Ich möchte etwas ganz allgemeines sagen. Um wirklich eine Liebesbeziehung einzugehen, muss man selbständig sein können. Zerrissenheiten zwischen zwei Menschen haben meiner Meinung nach den Sinn, dazu beizutragen, sich auf sich selbst zu konzentrieren, sich selbst zu werden, sich selbst lieben zu lernen, sich selbst genug zu sein zu lernen. Wenn man das geschafft hat, dann ist man frei für die Liebe und dann ist eine Beziehung nicht die gegenseitige Abhängigkeit und gegenseitige Bedürftigkeit, die durch den anderen gestillt wird, sondern eine freie, schöne, wunderbare Zuwendung und Beschenkung. Arbeitet daran. Das mit der Affaire und das mit der bestehnden Beziehung löst sich dann “nebenbei”.
    Liebe Grüsse und viel Kraft
    Maria

    • autumn schreibt:

      Maria, wahrscheinlich ist dies der Grund der Affäre und die Lehre, die ich daraus gezogen habe. Ohne das, was in mir ist, hätte ich diese wunderbaren Erfahrungen nicht haben können. M. war wichtig, durch sie lernte ich, mich bewusster zu sehen.

  6. Leoni77 schreibt:

    Liebe Maria, tolle, wahre und weise Worte! Danke Dir. Leoni

  7. cativation schreibt:

    Wo bloggst du weiter, autumn?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s